MAX BENSE
ZUM
100. GEBURTSTAG

WELTPROGRAMMIERUNG
04.02.2010-07.02.2010

Am 7. Februar 2010 wäre der Stuttgarter Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Max Bense 100 Jahre alt geworden. Bense, der auf originelle Weise Mathematik, Informationstheorie und Kybernetik mit Semiotik und Ästhetik verband, kann eine Avantgardeposition in der deutschen und europäischen Nachkriegsmoderne beanspruchen. Als Vordenker des Computerzeitalters, als erster Theoretiker der Konkreten Poesie, als Inaugurator moderner Medientheorie und Technikphilosophie hat er zugleich Fragen nach der kulturellen Existenz des Menschen in unserer technologischen Welt aufgeworfen, deren Bedeutung wir wohl heute erst ermessen. Zwei Aspekte erscheinen hierbei zentral: zum einen seine Bewertung moderner Technikentwicklung jenseits traditioneller kulturkritischer Topoi, die eine innovative Engführung von Kunst und Technik bewirkte und die Ästhetik auf neue Grundlagen stellte. Zum anderen sein Humanismus, der die „Bewohnbarkeit der Welt“ über eine Theorie technischer „Welterzeugung“ ermöglichen wollte, die den Menschen in die Lage versetzt, sie lebenswert zu „programmieren“. Unter dem Titel „Weltprogrammierung“ veranstalten das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikphilosophie (IZKT) der Universität Stuttgart und die Landeshauptstadt Stuttgart ein zweitägiges wissenschaftliches Symposium. Es ist in ein vielfältiges, dem Wirken Benses gewidmetes Rahmenprogramm integriert.

AUSSTELLUNGEN UND
VERANSTALTUNGEN

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GEBURTSTAGSFEIER – „... an Wörter nicht an Dinge denken“. Max Bense zum 100. Geburtstag

Stadtbücherei Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 2, Max-Bense-Saal
20 UHR
„Blitzlichter“: Freunde und Weggefährten erinnern sich. „seismic body memory“: Performance von Fetzner, Hobmeier und Vega (Bense 1970). Elektrolyrik von Studenten der Merz Akademie. Max-Bense-Kino. Hörspielecke. Programm von EXVOCO mit Hanna Aurbacher und Ewald Liska. Die Stuttgarter Sprechkünstler „Die Wortisten“ führen durch den Abend. „Max Bense 6.12.1976 18.15-19.20h“. Fotografien von Jonnie Döbele. Die Ausstellung ist vom 6.2.-13.2.2010 im Foyer der Stadtbücherei zu sehen.